Gedanken zur Be- und Erziehung des Hundes
Viele sprechen von der Erziehung des Hundes.
Und ja, es ist wichtig, dass ein Hund erzogen wird.
Was bedeutet das denn eigentlich?
Für mich bedeutet es folgendes: der Hund soll niemanden belästigen (anspringen, an schlabbern, umwerfen, bedrängen), er soll an der Leine laufen ohne mich von rechts nach links zu ziehen, er soll sich an mir orientieren und zu guter Letzt wenn ich ihn rufe, dann soll er kommen.
Dies sind gar nicht so viele Punkte. Natürlich entscheidet es jeder selbst.
An allererster Stelle steht für mich aber ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Hund und mir. Wie unsinnig zu denken, er macht dies und jenes für mich, weil er mich ja liebt -- grins….
Wenn ich ihm meine Regeln beigebracht habe, dann kann ich sie auch einfordern und auf Einhaltung bestehen.
Wenn was (noch) nicht klappt, dann dem Hund bitte niemals die Schuld in die Schuhe schieben. Es liegt bekanntlich am anderen Ende der Leine.
Auf die Beziehung folgt die Erziehung des Hundes.
Viel Spaß und Freude mit dem/den Hund/en.
B. Ebert-Schöbel
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Der Rückruf des Hundes - die Königsdisziplin in der Hundeerziehung
Der zuverlässige Rückruf, also das Herankommen des Hundes auf ein bestimmtes Signal oder Pfiff hin, ist eine der wichtigsten Übungen, die unser Familienhund beherrschen muss und sollte Grundvoraussetzung für den Freilauf ohne Leine sein.
Ein Hund, der nicht in allen Lebenslagen abrufbar ist, kann eine Gefahr für sich und seine Umwelt darstellen.
Natürlich ist es manchmal je nach Hund, Alter und Außenreiz eine Herausforderung.
Wir dürfen nicht vergessen, dass wir ein Lebewesen an unserer Seite haben und keine Maschine. Also: 100 % gibt es für mich nicht, aber 98% können wir erreichen.
Dies kann, sollte und muss geübt werden. Es ist die Lebensversicherung des Hundes.
Je besser das Zusammenspiel zwischen Ihnen und Ihrem Hund ist, desto mehr Freiheiten kann der Hund genießen. Wir müssen den Hund also lesen, beobachen, verstehen und lenken lernen. Dann funktioniert es.
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Der Silber oder blaue Labrador
Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Richarda Theobald-Hoffmann.
Mit „Silber“ oder „Blau“ bezeichnet man Hunde, mit einem mausgrauen bis hin zu anthrazitfarbenem Fell. Manche Menschen finden diese Farben besonders schön oder edel, aber für die Hunde sind die möglichen Auswirkungen fatal.....
Die internationale Weltorganisation der Kynologie (FCI) legt zusammen mit dem betreuenden Rasseverein des Ursprungslandes einer Rasse für jede Rasse einen Rassestandard fest, in dem auch die jeweiligen Fellfarben definiert sind.
Beim Labrador sind das z.B. die Farben schwarz, gelb und schokobraun. Bei der Französischen Bulldogge sind es die Farben gestromt, fawn und gestromt/gescheckt oder fawn/gescheckt. Diese Farbstandards beruhen meist auf einer langen Tradition und werden gerade in Bezug auf die Zucht außerhalb der FCI immer wieder zum Streitthema,
da wie z. B. beim Labrador Retriever durch Einkreuzung des Dilution-Gens (englisch: to dilute = verdünnen) neue Farben entstanden, die von Zuchtverbänden innerhalb der FCI nicht als zum Rassestandard zugehörig anerkannt werden.
Der Hauptgrund hierfür liegt in den möglichen gesundheitlichen Risiken bzw. Beeinträchtigungen der Hunde.
An dieser Stelle muss man allerdings erwähnen, dass es auch Rassen gibt, bei denen die durch das Dilution-Gen entstandenen Farben in der Zucht innerhalb der FCI erlaubt sind, wie z. B. beim Weimaraner oder der Deutschen Dogge.
Die Farbe „Silber“ entsteht durch das Dilution-Gen, dieses hellt die ursprüngliche Farbe auf.
Beim Labrador wird dann aus Schokobraun „Silber“, aus Schwarz „Charcoal“ und aus Gelb „Champagner“. Mit den durch das Dilution-Gen erzeugten Fellfarben können Krankheitsbilder einhergehen, über die ich als betroffene Besitzerin eines sogenannten „Silber Labradors“ informieren und aufklären möchte.
Obwohl für Hunde, die älter als 2 Jahre sind, das Risiko zu erkranken nicht mehr ganz so hoch ist, sind bei meinem Hund im Alter von fast 5 Jahren, mehrere Symptome gleichzeitig aufgetreten: Die Hautpigmentierung veränderte sich, es traten helle Pigmentflecken rund um die Augen, an der Nase und am ganzen Bauch auf. Im Bereich dieser Pigmentflecken ist die Haut jetzt noch empfindlicher, jede noch so kleine Hautabschürfung führt zu Fellverlust mit Hautausschlag und hat eine verzögerte Wundheilung zur Folge.
Der Magen-Darm wurde sehr empfindlich, so dass eine Ernährungsumstellung notwendig war. Die möglichen Krankheitssymptome bei diesen Hunden sind Immunschwäche*, eine weniger hohe Lebenserwartung*, Leber- oder Nierenversagen* und vor allem Fellverlust und/oder Hautekzeme (CDA).
Die Auswirkungen für die betroffenen Hunde sind teilweise extrem.
Die Immunschwäche z. B. äußert sich dahin gehend, dass der betroffene Hund übermäßig anfällig für Infektionskrankheiten jeder Art ist und eigentlich harmlose Infekte einen unnatürlich heftigen Verlauf nehmen.
Auch Allergien sowie Hautprobleme, Probleme mit der Fellqualität, Haarausfall (Alopezie), Ekzeme und schlecht verheilende Wunden gehören bei diesen Hunden häufig zum Alltag. Die einzelnen Krankheitsbilder haben meistens auch Auswirkungen auf das Verhalten dieser Hunde, ihre Konzentration und die gesamte Lebensqualität. Für einen Hund, bei dem sich Symptome zeigen, ist ein „normales“ Hundeleben nicht möglich!
Das Dilution-Gen kommt in zwei Ausprägungen vor, den sogenannten Allelen. Die ursprüngliche Form („Wildtyp-Form“) wird mit „D“ bezeichnet, die mutierte, also „defekte“ Form mit „d“. Jeder Hund besitzt zwei Allele dieses Gens, wobei ein Allel vom Vater, das andere Allel von der Mutter vererbt wird.
Mittlerweile kann durch einen Bluttest sicher bestimmt werden, ob ein Hund ursprüngliche oder defekte Allele des Dilution-Gens trägt.
Ein Hund mit dem Testergebnis „D/D“ hat zwei ursprüngliche Allele des Gens.
Dieser Hund wird keine aufgehellte Fellfarbe, also z.B. „Silber“ oder „Blau“ zeigen. Ist das Ergebnis „D/d“, hat der Hund von einem Elternteil das ursprüngliche und vom anderen Elternteil das defekte Allel des Gens vererbt bekommen. Dieser Hund ist ein Dilutionsträger. Da das ursprüngliche Allel des Gens (D) dominant gegenüber dem defekten Allel (d) ist, wird er selber nicht die verdünnte Fellfarbe wie z. B. „Silber“ oder „Blau“ zeigen, aber er kann sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an seine Nachkommen weiter vererben.
Wird dieser Hund also z. B. mit einem anderen Hund, der ebenfalls Träger ist, verpaart, so können statistisch berechnet 25 % der Nachkommen die verdünnte Fellfarbe wie z. B. „Silber“ oder „Blau“ zeigen. Ein Test auf die Ausprägung „d/d“ ist eigentlich überflüssig, denn dieser Hund zeigt auf jeden Fall die verdünnte Fellfarbe wie z. B. „Silber“ oder „Blau“, er hat von beiden Elternteilen ein defektes Allel des Dilution-Gens vererbt bekommen.
Allerdings zeigen nicht alle Farbschläge eine deutliche Ausprägung, gerade bei den hellen Farben (helles gelb, cremefarben) ist nicht immer deutlich erkennbar, ob ein Hund von der Farbverdünnung betroffen ist oder nicht. Verpaarung: D/D (nicht betroffen von der Farbverdünnung) D/d (Träger des Dilution-Gens) d/d (betroffen von der Farbverdünnung, verdünnte Fellfarbe) Eltern: D/D x D/D Nachkommen: 100 Prozent D/D Eltern: D/D x D/d Nachkommen: 50 % D/D, 50% D/d Eltern: D/D x d/d Nachkommen: 100 % D/d Eltern: D/d x D/d 25 % D/D, 50 % D/d, 25 % d/d Eltern: D/d x d/d 50 % D/d, 50 % d/d Eltern: d/d x d/d 100 % d/d
Das Dilution-Gen kommt bei vielen weiteren Rassen vor, z.B. auch beim Deutschen Dobermann, hier wird die durch das Dilution-Gen verursachte Erkrankung „blue-doberman-syndrom“ genannt. Beim Dobermann ist die Zucht mit der Farbe „Blau“ verboten und fällt sogar unter das Qualzuchtverbot (§11b Tierschutzgesetz).
Meiner Meinung nach sollte dieses Verbot für alle Rassen gelten, denn für die betroffenen Hunde ist das Leben oftmals eine Quälerei!
Da es sich beim Dilution-Gen um einen autosomal-rezessiven Erbgang handelt, müssen immer zwei defekte Allele vorliegen, um eine verdünnte Fellfarbe hervorzubringen.
Ein seriöser Züchter achtet daher darauf, keine Verpaarungen vorzunehmen, bei denen Hunde mit verdünnter Fellfarbe entstehen können (keine Verpaarung: D/d x D/d, D/d x d/d, d/d x d/d). Da dies also bereits bei der Verpaarung zweier Träger erfolgt, ist ein Gentest zur Bestimmung des Dilution-Gens vor einem Zuchteinsatz unabdingbar, auch wenn der Hund selbst keine verdünnte Fellfarbe aufweist. Nun ist es jedoch so, dass nicht alle Hunde mit verdünnter Fellfarbe an der Krankheit CDA erkranken.
Und nicht nur einzelne Hunde einer Rasse, selbst ganze Rassen sind teilweise nicht betroffen, wie z.B. der Weimaraner, dessen Rassemerkmal ja das verdünnte Braun ist. Warum beim Weimaraner die Verdünnung keine negativen Konsequenzen zu haben scheint, ist noch nicht genau geklärt. Vermutlich liegt es daran, dass bei dieser Rasse diejenigen Gene fehlen, die in Interaktion mit dem Dilution-Gen zu der Farbmutantenalopezie führen.
An der Universität in Bern forscht das Team um Prof. Dr. Tosso Leeb bezüglich der Krankheit CDA. Um weitere an der Entstehung der Krankheit beteiligte Gene zu identifizieren, sind weitere Forschungen notwendig. Hierzu werden Blut- und Fellproben von CDA betroffenen Hunden gesucht, sowie Blutproben nicht betroffener Hunde mit verdünnter Fellfarbe, welche älter als 2 Jahre sind.
Wenn Sie die Forschung unterstützen wollen, finden Sie hier weitere Informationen. Kriterien für CDA-betroffene Hunde: • Fellfarbe: “dilute”, d. h. z. B. blau, isabell, silbergrau • Kein Juckreiz beim ersten Auftreten des Haarverlusts • Gegebenenfalls sekundäre Symptome wie Entzündung (Pyodermie), übermäßige Schuppenbildung • Deutlich sichtbarer Haarverlust an den typischen stellen für CDA (Beginn oft auf der Rückseite der Ohren, Flanken, kaudale Partien der Gliedmaßen) Begriffserklärung: Dilution = Farbverdünnung Alopezie = Haarausfall CDA = Color Dilution Alopecia FCI = Fédération Cynologique International Qualzucht = Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen für Tiere verbunden sind. * Diese Folgeerkrankungen sind noch nicht durch Studien erwiesen mit der CDA in direkte Verbindung gebracht worden, treten jedoch aufgrund eigener Erfahrungen bzw. Berichten von Besitzern betroffener Hunde zusätzlich zu Fell- und Hautproblemen (diesbezüglich wird ja bereits an der Uni Bern geforscht) auf.
Für genauere Aussagen hierzu müssen weitere Studien und Forschungen abgewartet werden. (Ergänzung vom 28.02.2017)
Ein Artikel unserer DOGS Kollegin Richarda Theobald-Hoffmann (DOGS St. Wendel/Kaiserslautern
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Die Mensch-Hund Beziehung
Der Mensch muss seinen Hund als Individuum sehen, sein Verhalten verstehen lernen und daraufhin handeln. Eine vertrauensvolle Beziehung zum Hund ist der Grundstein des Zusammenlebens.
Die intakte Mensch - Hund - Beziehung besteht aus Vertrauen, Respekt und Wissen.
Machen Sie sich bitte vor Anschaffung Gedanken darüber woher der Hund stammt.
Mittlerweile gibt es den starken Drang danach einen Hund aus dem Ausland zu übernehmen. Denken Sie bitte daran, dass der Hund in einem anderen Land geboren und vorerst aufgewachsen ist. Es stellt immer ein Überraschungspaket dar.
In vielen Fällen geht es gut aus, der Hund lebt sich gut ein und arrangiert sich mit seiner Umwelt. Es gibt aber auch genau das Gegenteil. In diesem Fall passt sich der Hund nicht an. Die Gründe hierfür sind verschieden.
Denken Sie bitte daran, dass als allererstes der Grundstein gelegt werden muss: das Vertrauen zum Hund.
Wenn Sie die hündischen Regeln beachten, dann steht Ihnen nichts im Weg.
Der Erfolg liegt in Ihren Händen. Kein Trainer/in kann Ihnen die Arbeit abnehmen.
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Was braucht (m)ein Hund eigentlich?
Es gibt so unendlich viele Hund auf dieser Welt. Und gefühlt täglich kommen neue Rassenmixe dazu - die sogenannten Bastarde.
Manche sind “glücklich“, andere müssen ums Überleben kämpfen.
„Glücklich“ steht hier jetzt für die menschliche Seite der Empfindungen.
Der Einfachheit halber bleibe ich bei diesem Ausdruck.
Ob ein Hund Glück und Unglück empfindet – wer weiß das schon?
Wann ist (m)ein Hund „glücklich“?
Wir können davon ausgehen, dass „Glück“ des Hundes nicht gleich zusetzen ist mit:
Viele Artgenossen treffen dürfen (Hunde brauchen nicht jeden Tag Kontakte, damit sie glücklich sind).
Manche Hunde möchten übrigens nicht so viel Kontakt oder "nur" mit ihnen bekannten Hunden, die sogenannten "best bodies".
In einem besonders teuren oder modernen Körbchen zu schlafen
Ein eigenes Zimmer zu haben
Aus einem besonders exklusivem Napf zu fressen
Ein teures Halsband und evtl. Leine zu tragen
Bei kleinen Hunden: oft herum getragen zu werden
Regelmäßig von einem/r Hundefriseur/in gestylt werden
(waschen, föhnen, frisieren)
Einen oder mehrere schöne Mäntel zu tragen
Das teuerste Futter im Napf zu haben
Mitnahme bei Veranstaltungen mit Menschenansammlungen
Die Liste lässt sich weiterführen…….
Glück ist eher folgendes:
Seinen Menschen begleiten zu dürfen
Sicherheit beim Menschen bekommen
Dreckig werden dürfen
Über Wiesen etc. rennen können
Aus Pfützen trinken
Etwas zu Fressen bekommen
Kontakte zu Artgenossen haben dürfen (das müssen nicht viele sein oder einfach ab und zu die "best bodies" treffen dürfen)
Soziale Kommunikation betreiben zu dürfen
Auch mal raufen dürfen
Auch mal eine Schürfwunde bekommen zu können
Erfahrungen sammeln dürfen
Seiner genetischen Veranlagungen nach arbeiten dürfen
Auch diese Liste lässt sich weiterführen…
Sehr oft frage ich mich, was Menschen glauben, was ihr Hund braucht.
Ist es Egoismus, Naivität oder will sich der Mensch keine Gedanken zum Thema Hund machen?
Da sich viele Menschen von der Umwelt entfernen und sich dementsprechend verhalten, ist es vielleicht zu viel verlangt.
Hunde haben es verdient, dass man sich, bevor man sich einen Hund holt, grundsätzliche Gedanken macht über zB: kann ich es über Jahre hinweg schaffen dem Hund das zu geben, was er braucht, Rasse, Mix, Probleme schon vorhanden, kann ich die Tierarztkosten und weitere Kosten ohne Probleme stämmen?
Niemand sollte sich einen Hund aus Egoismus ins Haus holen. Jeder Hund – wie auch jeder Mensch – stellt eine Persönlichkeit dar mit unterschiedlichen Bedürfnissen.
Was braucht es nun, dass ein Hund „glücklich“ wird oder sein kann:
Erziehung, damit er dabei sein kann
Nur ein erzogener Hund wird seinen Menschen begleiten dürfen
Frei laufen zu dürfen
Sozialkontakte, wie schon erwähnt sollte er die Möglichkeit haben
Einen Menschen an seiner Seite, der sich mit dem Hund auseinandersetzt
Stabilität in der Hundeführung
Einen stabilen und zuverlässigen Mensch an seiner Seite mit dem der Hund durch dick und dünn geht
Ein Futter, dass er gut verwerten kann
Medizinische Versorgung
Soziale Ansprache (Mensch und Hund) im täglichen Miteinander
Ruhephasen, um wieder Kraft zu tanken
Eine geeignete Arbeit/Aufgabe – je nach Genetik bekommen
Dreckig werden zu können
Nun, eigentlich sind es Dinge, die völlig natürlich sind.
Geben Sie Ihrem Hund die Möglichkeit ein „glücklicher“ Hund zu sein oder zu werden.
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Folgender Text ist nicht von mir, ich habe ihn im www. gefunden:
Habe ich im www. gefunden, so ist es, bitte lesen, es lohnt sich!
Neulich bei Wolfens zu Hause…
Familie Wolf geht lustig in Canada spazieren. Mama Wolf, Papa Wolf, Tochter Wolf, Sohnemann Wolf.
Plötzlich, auf einer Lichtung erblicken sie sie. Familie Wolf sieht Familie Wölfchen, ebenfalls bestehend aus Mama Wölfchen, Papa Wölfchen, Tochter Wölfchen, Sohnemann Wölfchen.
Mama und Papa Wolf und Wölfchen setzen sich hin, schauen ihre Kinder an und sagen: “Geht da mal hin und macht das mal unter euch aus…”
Seit Jahren hält sich dieses Gerücht hartnäckig in der Hundewelt. Noch immer gibt es tatsächlich Menschen, die felsenfest davon überzeugt sind, das Hunde irgendwas unter sich klären müssten.
Aber haben Sie diese “Experten” schon mal gefragt, was denn diese Hunde, deren Meinung nach klären?
Wenn Sie viel Glück haben, bekommen Sie die Antwort: “Na die Rangordnung! – Eben wer der Stärkere ist!”
So so!! Die Rangordnung. Das ist ja interessant!
Das würde ich dann mal genauer wissen wollen. Die Fragen, die mir da auf einen Schlag einfallen sind:
1. Wie lange dauert es denn, bis Hunde eine Rangordnung ausbilden?
2. Müssen Hunde sich kloppen um eine Rangordnung auszubilden?
3. Ist immer der stärkere Hunde automatisch der Ranghöchste?
Was mir dazu als Antworten einfällt – mal so in die Tüte gehustet:
Soweit ich informiert bin, führt ein Rudel nicht zwangläufig der stärkste Hund, sondern der Schlauste. In freier Wildbahn, sind das sogar oft die sogenannten B-Typen. Hunde oder Wölfe, die ehr zurückhaltend und vorsichtig sind. Diese haben nämlich oft größere Überlebenschancen, weil sie sich nicht alle Nase lang in Gefahr bringen.
Außerdem ist es so, dass die sogenannte Dominanz nur dann entstehen kann, wenn der RANGNIEDRIGERE, akzeptiert, dass der vermeintlich Ranghöhere freieren Zutritt zu mehr Ressourcen hat. Das schließt aus, dass in einem Kampf, wo einer den anderen zwingt, runterdrückt, draufhaut, umschmeißt und sich knurrend und Zähne fletschend drüber stellt, hier eine einvernehmliche Ranghöhe entsteht. Es sei denn, der der unten liegt, akzeptiert dies. Die Frage ist, wie lange. Denn wer will schon einen Chef, der drauf haut?
Ranghohe Hunde zeichnen sich dadurch aus, dass sie schlau sind. Sie kennen gute Jagdgründe, sie kennen die besten Wege, sie bringen ihr Rudel sicher von A nach B und beschützen es, wenn es nötig ist. Man sieht hier ziemlich deutlich, dass es eine sehr verantwortungsvolle und anstrengende Aufgabe ist, ein Rudel zu führen.
Aber mal zurück zu unseren beiden Wolfsfamilien. Das Szenario, was wir hier aufgeschrieben habe, ist das, was eigentlich Unwissende immernoch propagieren. Der Mensch = Mama und Papa Wolf, der das Rudel eigentlich führt, schickt seinen Hund, um mit einem wildfremden Hund IRGENDWAS zu klären. Hier sind so viele Denkfehler drin, dass wir Knoten im Gehirn bekommen, wenn wir da nur drüber nachdenken.Das machen die unter sich aus…
Ich fand es super geschrieben und musste es unbedingt einstellen :-)
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Copyright B.Ebert-Schöbel
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